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Falken, Hörner, Saté-Spieße – Neuenburg

(BZ). Mit einem großen Tag der Jagd ist die zehntägige Sonderausstellung “Wilde Wunder – Heimische Tiere am Rhein” des Landesjagdverbandes und der Jägervereinigung Markgräflerland auf der Landesgartenschau in Neuenburg zu Ende gegangen. “Die Resonanz war überwältigend. Keine unserer Ausstellungen hatte so einen Zuspruch”, berichtete Sabine Schanz-Kollmar vom Treffpunkt Baden-Württemberg.

Auch Marek Meder war mit der Präsentation zufrieden. “Wir konnten uns der Öffentlichkeit gut darstellen”, sagte der Kreisjägermeister des Markgräflerlandes. “In vielen Gesprächen haben die Besucher ihr großes Interesse gezeigt. Nachgefragt wurde vor allem die auffällig hohe Populationsdichte der Rabenvögel in der Region, und natürlich war auch der Wolf ein häufiges Thema.”

Meder betonte, dass niemand Angst vor dem Wald haben müsse, sondern dass man im Gegenteil über die Vielfalt der Tierwelt staunen können: “Erblicken kann man diese aber nur, wenn man Respekt vor dem Wohnzimmer des Wildes hat und sich mit Ehrfurcht und Verstand ruhig und angepasst verhält.” Meder wies auf die vielfältigen Aufgaben der Jäger hin, deren Einsatz von der Pflege über die Hege bis hin zur Regulierung der Bestände reiche: “Das gesunde Gleichgewicht der Population muss stimmen, sonst leidet die Biodiversität. Aber auch eine enge Zusammenarbeit mit den Landwirten ist wichtig , damit genügend Deckungs- und Nahrungsflächen geboten werden. Hier sind wir bereits in einem guten Austausch.”

Mehr als 20 Jagdhunde waren mit ihren Haltern auf die Landesgartenschau gekommen, um den Besuchern ihr breites Leistungsspektrum mit unterschiedlichen Aufgaben zu präsentieren. Alt-Kreisjägermeister Georg Ade stellte die einzelnen Hunderassen mit ihren spezifischen Aufgaben vor.

Dass Wildbret mehr ist als der Sonntagsbraten mit Knödeln und Rotkraut zeigten die beiden “Wildrebellen” Marcel Martig und Jannik Hennefarth. Sie machten in nur 40 Minuten aus einer Rehkeule Saté-Spieße auf Wok-Gemüse. “Wer wirklich nachhaltig erzeugtes, artgerecht gewachsenes Fleisch essen will, kommt an Wildbret nicht vorbei. Mehr regional und bio geht nicht”, hieß es.

Höhepunkt des Tages war für die meisten Besucher die Vorstellung der Greifvögel: Nicht nur, dass die Männer und Frauen vom Verband Deutscher Falkner diese Jagdart mit ihren Falken und Habichten vorstellten, die seit mehr als 2500 Jahren ausgeübt wird – einige Besucher durften ein solches Tier im Beizhandschuh oder einen kleinen Buntfalken sogar auf der bloßen Hand halten. Britta Höckh mit ihrem Harris-Hawk stellte die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Vögel dar: “Vor allem werden wir zur Jagd auf Rabenkrähen gerufen, die vielerorts überhand nehmen.” Die schlauen Vögel seien nur schwer zu überlisten: “Sobald sie einen für sie gefährlichen Greifvogel sehen, sind sie weg.” Dennoch schlage ihr Harris-Habicht bis zu fünf Krähen am Tag.

Musikalisch umrahmt wurde der Tag der Jagd von den Jagdhornbläsern aus dem Markgräflerland, dem Hochschwarzwald, aus dem vorderen Kandertal, dem Vorderen Renchtal und aus Freiburg, die mit ihren B- und Parforcehörnern immer wieder kurze Platzkonzerte gaben. Für die Ausstellung “Wilde Wunder – Heimische Tiere am Rhein” hatte die Jägervereinigung Markgräflerland die Altrheinhalle im Wuhrloch in eine heimische Landschaft mit vielen lebensechten Tierpräparaten verwandelt: Das Diorama spiegelte die Topographie, Fauna und Flora der Jägervereinigung wieder, die vom Rheinüs die vom Rhein zu den Höhen des Schwarzwaldes zwischen Staufen und Neuenburg reicht.

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