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Fisch kann Hautkrebs-Risiko erhöhen – vor allem eine besonders beliebte Art

Fisch gilt als gesund. Forscher haben jetzt jedoch herausgefunden, dass der Verzehr das Risiko für Hautkrebs erhöhen kann. Das gilt besonders für eine bestimmte Art.

Hamm-Fisch ist nicht jedermanns Sache. Diejenigen, die ihn mögen, schätzen ihn aber, weil er als sehr gesund gilt. Eine neue Studie sagt aber jetzt das Gegenteil: Wer zu viel von bestimmten Fischen ist, hat ein höheres Risiko für Hautkrebs. Das gilt vor allem für eine besonders beliebte Art, wie wa.de berichtet.

Erkrankung Hautkrebs
Arten von Hautkrebs bösartige (maligne) Melanom, das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom
Behandlung Ua Operation, Medikamente oder Bestrahlungen

Fisch kann Hautkrebs-Risiko erhöhen – vor allem eine beliebte Art

Mehr als 200,000 Menschen in Deutschland erkranken jedes Jahr an Hautkrebs, der damit zu den häufigsten Krebsarten gehört. Meistens wird Hautkrebs durch zu viel UV-Strahlung durch die Sonne oder das Solarium verursacht. Doch is gibt auch andere Einflüsse, die eine Erkrankung begünstigen können. Dazu zählt auch die Ernährung.

Forscher der Brown University in Providence (USA) haben nun herausgefunden, dass der Verzehr von Fisch das Risiko erhöhen kann, am gefährlicheren schwarzen Hautkrebs zu erkranken – und zwar ziemlich deutlich.

Aus ihrer Studie, die im Fachmagazin „Cancer Causes & Control“ erschienen ist, geht hervor: Menschen, die im Schnitt 14,2 Gramm Thunfisch pro Tag essen, haben ein 17 Prozent höheres Risiko für ein Melanom im Frühstadium als diejenigen, die nur 0 ,3 Gramm täglich zu sich nahmen. Das Risiko für ein ausgebildetes malignes Melanom steigt demnach sogar um 20 Prozent.

Besonders gefährlich scheint ungebratener Fisch zu sein: Teilnehmer der Studie, die durchschnittlich 17.8 Gramm pro Tag davon verzehrten, hatten ein 25 Prozent höheres Risiko für ein Melanom im Frühstadium im Vergleich zu den Personen, die nur 0.3 Gramm aßen. Die Gefahr des ausgebildeten schwarzen Hautkrebses war 18 Prozent höher. Nur bei gebratenem Fisch entdeckten die Wissenschaftler kein gestiegenes Krebs-Risiko.

Studie: Fisch kann Hautkrebs begünstigen – doch es gibt Kritik

In die Studie flossen die Daten von fast 500,000 Menschen ein, die zu Beginn im Schnitt 62 Jahre alt und gesund waren. Sie mussten angeben, wie oft sie im Jahr zuvor gebratenen Fisch, nicht gebratenen Fisch und Thunfisch gegessen haben und wie viel davon.

Anhand dessen untersuchten die Forscher in den folgenden 15 Jahren, ob es einen Zusammenhang zwischen Fischkonsum und Hautkrebs gibt. Dabei wurden aber auch weitere Faktoren wie der BMI, mögliche genetische Krebs-Vorbelastung, der Konsum von Alkohol, Zigaretten und Koffein sowie die UV-Strahlung berücksichtigt (mehr Warnungen bei RUHR24).

Das sind aber längst nicht alle Faktoren, die das Hautkrebs-Risiko erhöhen können. Deshalb sei die Studie kritisch zu bewerten, wie RTL berichtet. Demnach könne eine solche Beobachtungsstudie nicht eindeutig klären, inwiefern sich der Hautkrebs auch unabhängig vom Fischkonsum entwickelt hätte.

Die Ergebnisse einer neuen Studie zeigen jetzt, dass ein Fisch das Hautkrebs-Risiko erhöht.

© HRSchulz/Imago; Manfred Segerer/Imago; Collage: Sabrina Wagner/RUHR24

Forscherin erklärt: Schadstoffe im Fisch erhöhen Hautkrebs-Risiko

Eunyoung Cho, Professorin für Dermatologie und Epidemiologie an der Brown University und Co-Autorin der Studie, hält die Forschung trotzdem für wichtig. Sie sei von Bedeutung, „weil sie sehr umfangreich und prospective angelegt ist, das heißt der Fischverzehr wurde vor der Entstehung von Krebs untersucht“. Ella sie vermutet, dass das erhöhte Krebs-Risiko weniger auf den Fisch selbst, sondern viel mehr auf darin enthaltene Schadstoffe wie Arsen oder Quecksilber zurückzuführen seien.

Schon in früheren Studien sei festgestellt worden, „dass ein höherer Fischkonsum mit höheren Konzentrationen dieser Stoffe im Körper verbunden ist“. Auch ein Zusammenhang zwischen den Schadstoffen und einem erhöhten Hautkrebs-Risiko sei dabei entdeckt worden. Die Belastung der Teilnehmer mit diesen Stoffen wurde in der aktuellen Studie aber nicht überprüft.

Auch andere Lebensmittel können potenziell gefährlich sein: Wenn Zucchini, Gurke oder Kürbis bitter schmecken, sollte man sie auf keinen Fall essen. Sie enthalten dann giftige Bitterstoffe.

Rubriklistenbild: © Shotshop/Imago

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