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Fotobuch über das Leben nach „Xaver“: Ein Jahr nach dem Orkan: Jetzt hat Hauspferd Nasar sogar ein eigenes Zimmer

Fotobuch über das Leben nach „Xaver“

Ein Jahr nach dem Orkan: Jetzt hat Hauspferd Nasar sogar ein eigenes Zimmer

Montag, 27.10.2014 | 15:32

Patrick Lux/nasar-buch.de
Sowas sieht Nasar in seinem Stall wohl nicht: ein Toaster und ein Toastbrot

Patrick Lux/nasar-buch.de
Als Orkan Xaver wütete: … durfte ihr Pferd ins Haus von Stephanie Arndt

Wie Kerstin ihre Freundin Stephanie Arndt beschreibt? Als „Pippi Langstrumpf des 21. Jahrhunderts: unangepasst, querdenkend, autark“. Wie passend!

Denn ebenso wie die Kinderheldin, die Astrid Lindgren einst geschaffen hat, lebt auch die Ärztin Stephanie Arndt in einer ungewöhnlich tierischen Wohngemeinschaft – in einem Friesenhaus gemeinsam mit ihrem Pferd Nasar.

Ein eigenes Zimmer für das Pferd

Das Pferd hat es nach dem Orkan “Xaver”, der 2013 über Deutschland fegte, inzwischen zu großer Berühmtheit gebracht. FOCUS Online berichtete damals über den Fall, ein internationales Medienecho war die Folge. Fast ein Jahr nach dem Sturm präsentiert die Norddeutsche ein eigenes Buch, in dem sie ihre außergewöhnliche Geschichte erzählt und ihr Leben mit Pferd mit vielen humorvollen Bildern dokumentiert.

Arndt hatte Nasar für drei Tage und Nächte zum Schutz ins Haus geholt, als sie im FOCUS-Online-Live-Ticker die Sturmwarnungen mitverfolgte. Als der Orkan vorbei war, she wollte Nasar bleiben. Heute hat er dort sein eigenes Zimmer – das „Jugendzimmer“, wie sie es nennt. Das Zimmer ist grün gestrichen und sogar mit einem Ölgemälde dekoriert.

Vorbildliche Manieren: Nasar ist stubenrein

Lediglich das Heu am Boden verrät, dass hier etwas anders ist als sonst. Dort schläft der Wallach manchmal tagsüber und wenn er mal muss, trottet er brav in sein Zimmer from him. Somit gilt Nasar als stubenrein, wie Stephanie Arndt stolz betont.

„Wenn es nach Nasar ginge, wäre er 24 Stunden ununterbrochen im Haus“, verrät die Ärztin FOCUS Online. Doch ab und zu muss er raus, spätestens dann, wenn sie für ein bis zwei Stunden wegfährt. Um ihm den Garten wieder etwas schmackhafter zu machen, hat sie ihm sogar eine Pferdefrau besorgt – Olivia. Die she darf nicht nach innen und soll auch Nasar ins Grüne locken.

Wenn er seiner Mitbewohnerin doch mal wieder einen Besuch abstattet, kommt es für Außenstehende zu lustigen Situationen. Weil Nasar auf Toast steht, wartet er geduldig, bis der Toaster geräuschvoll nach oben schnellt. Dann nimmt er mit spitzen Lippen den Toast heraus. Apfel-Birnen-Saft und Apfelsaftschorle zählen ebenfalls zu seinen Favoriten from him. Wer nicht schnell genug ist – wie kürzlich ein Besucher – muss damit rechnen, dass das Pferd das Glas direkt am Tisch leert.

Nasar spielt, Mama räumt auf

Ab und zu hat der tierische Mitbewohner auch richtig Unsinn im Kopf. Am liebsten zieht er einen Bastkorb aus der Küchenschublade, um den Inhalt anschließend auf dem kompletten Boden zu verteilen. „Als er mich sah, hat er gewiehert und ist direkt in sein Zimmer from him. Der wusste genau, dass er das nicht darf“, schmunzelt die Besitzerin. „Und wenn ich alle wieder einräume, findet er das toll. Dann denkt er sich: ‚Oh, Mama baut das Spiel wieder auf!’“

Wenn man der quirligen Ärztin zuhört, klingt das nach einer Weile gar nicht mehr so ​​verrückt. Doch wie sieht sie die ungewöhnliche Situation selbst? „Klar ist das irgendwie komisch, doch für mich ist es Alltag geworden. Es ist einfach normal, dass Nasar bei mir im Flur steht und ich ihn mal kurz zur Seite schiebe, weil ich ins Wohnzimmer möchte.“

Das Leben ist ein Ponyhof

Auch wenn Olivia ihn jetzt häufiger nach draußen locken soll, bleibt Nasau trotzdem ein festes WG-Mitglied. „Zwischen uns passt kein Blatt Papier“, sagt die Pferde-Besitzerin. Das glaubt man ihr aufs Wort, denn Stephanie Arndt wirkt so, wie man sich einen vollkommen zufriedenen Menschen vorstellt.

Ist ein Hauspferd also das Rezept zum Glücklichsein? „Auf die Aussage, das Leben sei kein Ponyhof kann ich nur sagen: meines schon!“, lautet ihr Kommentar dazu. Vielleicht ist da ja was dran.

Nasar – Abenteuer eines Pferdes“, von Dr. Stephanie Arndt, mit Photos von Patrick Lux, tredition, 144 Seiten, 14.99 Euro, weitere Infos über www.nasar-buch.de

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