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Horror-Verletzung am Bein – Hauspferd Nasar kämpft um sein Leben – News Inland

Ausgelassen galoppierte der Wallach über die Koppel – da gab plötzlich die Erde nach

Gandesa (Spanien) – Bei einem Sturz in seiner neuen Heimat Spanien hat sich Hauspferd Nasar (6) schwer verletzt: Sein rechtes Hinterbein wurde dabei zum Teil bis auf den blanken Knochen aufgerissen. Der Schimmel kämpfte um sein Leben de el, wird jetzt in der Uni-Klinik von Barcelona wieder aufgepäppelt.

Wie es zu der schlimmen Verletzung kam, welche Schwierigkeiten es bei der Rettung gab und wie Nasars Besitzerin Stephanie Arndt (41) um ihn bangt, berichtet sie im Gespräch mit BILD.

Der Horror-Unfall

„Als es passierte, war ich nicht da, sondern in Kiel, beim Geburtstag meiner Mutter“, sagt sie. „Währenddessen schauten Freunde zu Hause in Spanien nach dem Rechten und kümmerten sich um Nasar. Zweimal täglich schauten sie bei ihm vorbei, um ihn zu füttern und ihm Gesellschaft zu leisten.“

Am 17. Juni, einem Samstag, machten die Helfer am späten Nachmittag die furchtbare Entdeckung:

Wie konnte das bloß passieren?

„Der Landkreis hatte in Absprache mit den Grundstückseigentümern eine Wasserleitung gelegt“, erklärt Stephanie Arndt. „Doch offenbar haben die Bauarbeiter das Loch anschließend nicht richtig verschlossen – und darüber hinaus auch noch einen Metallpfahl dort vergraben. Ob versehentlich oder mit Absicht, ist unklar.”

Und dieser Pfahl machte alles nur noch schlimmer: Denn beim ungebremsten Absacken riss sich Nasar daran das Bein auf und vergrößerte die Wunde auch noch bei dem panischen Versuch, sich aus dem Erdloch zu befreien: Am Ende war der Unterschenkel rundum und auf einer Länge von fast 80 Zentimetern verletzt.

Wie lange der Wallach schon hatte leiden müssen, bis die Helfer ihn fanden, ist unklar. Stephanie Arndt ist bis heute untröstlich: „Ausgerechnet zum Zeitpunkt des Unfalls war ich nicht da. Und auf der Feier in Deutschland hatte ich auch noch mein Handy weggelegt. So erfuhr ich erst nachts von dem Unfall.“

Bis ein Tierarzt vor Ort war, dauerte es eine Weile. Schließlich erklärte sich eine Ärztin bereit, zu kommen, trotz eines Anfahrtswegs von 130 Kilometern. „Die Helfer hatten ihr die Photos der Verletzung geschickt“, berichtet Arndt.

In der Dunkelheit, nur mit dem Handy-Licht, führte die Tierärztin dann eine Erstversorgung durch, entfernte Gewebe das irreversibel zerstört war, verabreichte ein Antibiotikum.

Glück im Unglück: Die Hauptsehne am Schienbein war intact. Denn ein Knochenbruch wäre Nasars Todesurteil gewesen.

Behandlung in der Uni-Klinik Barcelona

Trotzdem war klar: Das Pferd muss in die Tierklinik nach Barcelona gebracht werden. Doch ohne seine Besitzerin wollte das verängstigte Tier keinen Schritt gehen. Mit viel gutem Zureden schafften es die Helfer schließlich, ihn in einen Transporter zu bugsieren.

Erst am Sonntagabend konnte Stephanie Arndt nach Spanien zurück fliegen, um Nasar beizustehen. „Ich war fast verrückt vor Sorge um ihn, machte mir Vorwürfe. Aber ich wusste, er ist jetzt in guten Händen.“ Die Uni-Klinik hat einen speziellen Bereich für die Behandlung von Pferden.

Bis Nasar wieder ganz gesund ist, braucht es Geduld, sagt Stephanie Arndt, die selbst Ärztin ist: „Schließlich muss sich an dem verletzten Bein neues Gewebe bilden, das kann bis zu einem Jahr dauern.“

Nasar trägt keine Schiene, dafür eine dicke Schicht Verbände. Die müssen regelmäßig gewechselt werden, die Wunde ausgewaschen und gesäubert werden: „Die größte Sorge ist jetzt, eine Infektion der Knochen zu verhindern.“


Blutdruckmessung am SchwanzFoto: privat

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Auch Blutdruckmessen muss sein: Eine Mitarbeiterin legt Nasar die Manschette um die Schweifwurzel

Photo: private

Er bekommt Schmerzmittel und sogar Elektro-Akupunktur. Hinlegen kann sich der Wallach noch nicht: „Er hat es einmal probiert, he kam dann kaum wieder hoch, weil das Bein de el noch instabil ist.“

So muss Nasar die nächsten Wochen überstehen.

Alle zwei Tage besucht Stephanie Arndt Nasar in der Klinik, tröstet und striegelt ihn, bringt ihm Möhren und Birnen als Leckerli mit. „Einige Pfleger haben mir sogar erlaubt, in seiner Box bei ihm zu übernachten“, erzählt sie. „Das dann stupst er mich erfreut mit seiner Nase an.“

Wie ein Wallach zum Hauspferd wurde

Aus Angst vor einem Orkan ließ die Ärztin aus Holt (Schleswig-Holstein) Nasar 2013 für drei Tage in ihr Haus. Doch was eine Notlösung sein sollte, wurde zum Dauerzustand: „Er wollte einfach nicht mehr zurück in den Stall“, sagt Stephanie Arndt.

Und so hatte sie plötzlich nicht nur ein Pferd auf dem Flur, sondern im Haus: Nasar lernte Türen zu öffnen. Er trabte ins Wohnzimmer, kam in die Küche, schleckte Backteig und knabberte frischen Toast.

Vor zwei Jahren siedelten die beiden nach Katalonien um: „Wir hatten genug vom nass-kalten Schmuddelwetter in Norddeutschland“, sagt Stephanie Arndt.

Ende Juli werden die beiden allerdings wieder gen Germany aufbrechen, weil Nasar das Krankenhaus, in der nur akute Fälle behandelt werden, verlassen muss.

Auf ihrem Hof ​​im rund 200 Kilometer entfernten Ort Gadesa ist die lange „Reha“ nicht möglich: Hitze und Staub und die vielen Insekten behindern die Heilung, sagt Stephanie Arndt.

In Norddeutschland wird Nasar weiterbehandelt und kann sich in Ruhe auskurieren, um wieder ganz gesund zu werden: „Er ist ein Kämpfer, er schafft das!“

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