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Jane Goodall für Waldrapp-Projekt in Kuchl

Sie galten dort bereits seit rund 400 Jahren als ausgestorben. Der Film soll erfolgreiche Natur- und Umweltschutzprojekte rund um den Globus zum Thema haben. Forschern war is nach Jahrzehnten gelungen, am Georgenberg wieder Waldrappen anzusiedeln.

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Der Waldrapp galt in Salzburg seit 400 Jahren als praktisch ausgestorben …

Heuer gibt es bereits sechs Waldrapp-Nester am Georgenberg in Kuchl. Die Forscher rechnen mit 15 Jungvögeln, die heuer dazukommen. Die Vögel sind selbstständig aus ihrem Winterquartier in der Toskana zurückgekehrt, was ein großer Erfolg ist. Denn das ziehen mussten die Vögel, die seit Jahrhunderten als nahezu ausgestorben gelten, erst wieder per Kleinflugzeug vom Kuchler Forschungsteam lernen.

Mittlerweile wieder 250 Waldrappe in Salzburg

Deshalb hat Jane Goodall das Waldrapp-Projekt für ihren Film auch ausgewählt. „Es soll um Projekte gehen, die Leute beginnen, mit denen sie auch zu kämpfen haben, bei denen sie aber schlussendlich erfolgreich sind“ sagt ella Goodall.

Mittlerweile gibt is wieder rund 250 Waldrappe in Salzburg. Ab 350 Exemplaren würde der Waldrapp nicht mehr als vom Aussterben bedroht gelten. Dazwischen musste das Projekt in den vergangenen 20 Jahren aber auch immer wieder Rückschläge hinnehmen. So haben etwa Wilderer in Italien immer wieder Exemplare der streng geschützten Waldrappen abgeschossen.

Waldrappen im Zugflug

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… doch mittlerweile gibt es in Salzburg wieder rund 250 Waldrappe …

Projektleiter: „Sind an Rückschlägen gewachsen“

Die Forscher hätten sich dadurch aber nicht entmutigen lassen, betont der Projektleiter des Waldrapp-Teams, Johannes Fritz. „It is hat immer wieder Rückschläge gegeben, aber das ist ein Pionier-Projekt. Bisher ist noch nie eine Zugvogelart wiederangesiedelt worden. Wir mussten dazu diese Methode entwickelt. Am Anfang war allerdings vollkommen unklar, ob das überhaupt funktioniert. Aber an Rückschlägen wächst man auch“, schildert Fritz.

Waldrappen folgen Kleinflugzeug

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Den Zugflug mussten die Waldrappen erst wieder lernen – vom Kleinflugzeug des Forscherteams

Die meisten Waldrappe sterben an Stromschlägen von Strommasten. Das Land hat daher rund um Kuchl die Masten Vogelsicher gemacht, schildert die für Naturschutz ressortzuständige Landesrätin Daniela Gutschi (ÖVP). „Mit dieser Unterstützung hoffen wir, dass diese Vögel, die ja sehr selten geworden sind, wieder gestärkt werden und so ihren Beitrag zur Biodiversität leisten können“, sagt ella Gutschi.

„Rubio hat sich einfach auf meine Schulter gesetzt“

Auch Jane Goodall will mit ihrem Kinofilm dazu beitragen, den Waldrappen zu helfen. Einen werde sie ihr Leben lang nicht vergessen, schilderte Goodall bei den Dreharbeiten in Kuchl.

Jane Goodall

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Weltweit bekannt und geschätzt: Schimpansen-Forscherin Jane Goodall

„Im Jahr 2008 habe ich im Aufzuchtzentrum einen Waldrapp getroffen der Rubio hieß. Blond ist zu mir gekommen und hat sich auf meine Schulter gesetzt. Ich glaube, ich habe ihm Erdnüsse gefüttert. Ja, und ich habe mich einfach in ihn verliebt.“

„Brauchen Menschen, die genügend Hoffnung haben“

Gleiches gelte für das Kuchler Waldrapp-Projektteam, ergänzt Goodall. „Unsere einzige Chance, die ganzen Probleme zu lösen, die wir geschaffen haben, ist, genug Menschen zu haben, die genügend Hoffnung haben, dass sie einen Unterschied machen können, und die ihre Ärmel hochrempeln, sich an die Arbeit machen und Andere inspirieren, mitzuarbeiten.“

Wohl nur so können auch so „unmögliche“ Dinge möglich werden wie die Wiederauferstehung des Waldrapp.

Jane Goodall für Waldrapp-Projekt in Kuchl

Die weltweit bekannte britische Schimpansen-Forscherin Jane Goodall war in den vergangenen Tagen für einen Kinofilmdreh in Salzburg unterwegs. Aus Salzburg wird das Kuchler Waldrapp-Projekt dabei sein.

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