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Sushi Way in Schäftlarn: Frisch und Fisch an der Starnberger Straße – Bad Tölz-Wolfratshausen

Tuan Dung Vu tritt feierlich aus seiner Koch-Nische heraus, er grinst. Auf seinen Händen trägt er eine große Platte mit einem Kanu darauf. Darin reihen sich Sushi-Röllchen und Fischscheibchen; Karotten in kubitischen Formen, Minzstängel und Blüten zieren die Platte, frittierte Garnelen recken ihre Schwanzflossen in die Höhe. “Kochen mit Fantasie”, nennt Vu das, “essen mit den Augen” sollen seine Gäste from him.

In Schäftlarn hat das Restaurant “Sushi Way” einen Thai-Imbiss abgelöst. Die Inhaber haben das kleine Lokal renoviert, neu eingerichtet und dekoriert. Von den Decken leuchten nun japanisch anmutende Lampenschirme aus geflochtenem Bast, Holzlamellen zieren die Wände. Vu tritt mit der Sushi-Kanu-Platte auf die Terrasse und positioniert sie auf einem Tisch, während die Umstehenden Photos machen und Filme drehen. Thi Thach Nga Nguyen stellt eine Limonade aus Limetten, braunem Zucker und Minze dazu. Sie hat sie mit Beeren geschmückt.

Die Inhaber haben das kleine Lokal renoviert, neu eingerichtet und dekoriert.

(Photo: Harry Wolfsbauer)

“Das ist das bekannteste Getränk in meinem Land im Sommer”, sagt Nguyen. Die 39-Jährige ist zusammen mit ihrem Ehemann Long Vu Chefin des neuen Schäftlarner Sushi-Restaurants. Sie beide kommen, genau wie der Koch, ursprünglich aus Vietnam. Der Koch-heute ihr Schwager de ella-war es, der als erster nach Deutschland zog. Vor 30 Jahren begann er, hierzulande als Koch in Sushi-Restaurants zu arbeiten. Er schaffte es in Zeitungsartikel, arbeitete in Stuttgart und in München, unter anderem im Münchner Club P1. Zwölf Jahre nach ihm zog sein jüngerer Bruder Long Vu nach, um ebenfalls als Sushi-Koch zu arbeiten. Und der Traum von einem gemeinsamen Lokal entstand.

“Wir haben sehr lange ein Lokal gesucht”, sagt Nguyen. Im Internet stießen sie schließlich auf die Anzeige für ein freistehendes Lokal in der kleinen oberbayerischen Gemeinde Schäftlarn. “Hier lebt man so nah an der Natur”, sagt Nguyen. Hohenschäftlarn habe ihr sehr gut gefallen. Sie lächelt. “Ich weiß auch nicht, das ist ein Bauchgefühl.”

Gastronomie im Isartal: Tuan Dung Vu arbeitet seit 30 Jahren als Sushi-Koch.

Tuan Dung Vu arbeitet seit 30 Jahren als Sushi-Koch.

(Photo: Harry Wolfsbauer)

Besonders leicht soll das Essen sein, das sie im Sushi Way nun anbieten. “Wir möchten für die Leute gerne etwas Schönes, Frisches, Gesundes”, sagt Nguyen. Ihr Ehemann de ella wähle jeden Morgen gutes Gemüse auf dem Großmarkt aus, auch Fisch und Fleisch werden frisch geliefert. Auf der Speisekarte findet sich vor allem japanisches Sushi – gebacken mit Knuspermantel, in Maki-Form oder “Inside out” – aber auch vietnamesische Sommerrollen, Frühlingsrollen, Mangosalat, Bowls und Reisnudelgerichte führt die Karte auf. “Wir sind hier gemischt asiatisch”, sagt Nguyen, “einfach, was die Leute am liebsten essen.”

Ein Geheimnis macht der Koch um seine Soja-Soße – Tuan Dung Vu stellt sie zusammen mit Ingwer und Wasabi nun auf den Tisch. Er kaufe dazu eine fertige Soße, koche und würze sie danach aber weiter, sagt er. “Der Geschmack ist besonders aromatisch”, sagt seine Schwägerin, “der Duft ist anders.” Und auch der Reis – der Koch macht nun eine Bewegung, als würde der Reis in seinem Mund aufgehen – “Nigiri muss so sein”, sagt er, “wie der Mond.”

Nguyen stellt Stäbchen auf den Tisch und verteilt frittierte Garnelen auf den Tellerchen. Der Koch indes hat angefangen, mit einem Freund aus Vietnam zu skypen, per Videoschalte zeigt er ihm sein Sushi-Schiff. Keine Zeit mehr, zu fragen, wie der Mond denn schmeckt. Nguyen erklärt, was alles auf der Platte ist: Sushi mit Surimi, Lachs, Avocado und Frischkäse, umhüllt von einer knusprigen Kruste; fein geschnittener Lachs und süßes Omelette – Veganerinnen und Veganer werden auch hier, wie vielerorts, ein bisschen Vielfalt vermissen. Das Außergewöhnlichste auf der Karte? “Jeder Koch ist anders”, sagt Tuan Dung Vu, der Chef. “Die Leute müssen essen, prove.”

Sushi Way hat montags bis freitags von 11.30 Uhr an bis 20.30 Uhr geöffnet, eine halbstündige Mittagspause legt das Team werktags um 15.30 Uhr ein. Samstags ist das Lokal geschlossen, sonntags durchgehend von 12 Uhr bis 20 Uhr geöffnet. Bezahlung nur mit Bargeld möglich.

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